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Dienstag, 21. Juni 2011

Erfüllung

Schon immer war es ein sehr großer Wunsch von mir gewesen, eines Tages das Abi zu machen. Doch der Wunsch schien mir nicht realisierbar und so entfernte ich mich immer weiter von der Erfüllung dieses Traumes. Bis ich ihn irgendwann ganz los ließ, den großen Traum. Wie einen Luftballon, dessen Schnur einem immer weiter aus den Händen gleitet, bis man nur noch wehmütig verfolgen kann, wie er dem Himmel emporsteigt und schließlich aus unserem Blickwinkel verschwindet. Bis nichts mehr bleibt. Außer der Sehnsucht. Und der großen Frage: Warum habe ich ihn nicht fester gehalten?

So ist es auch mir ergangen. Meinen Wunsch, den hatte ich bereits aufgegeben, losgelassen. Doch eine innere, nicht zu stillende Sehnsucht nach diesem einen Wunsch trieb mich voran. Und sorgte dafür, dass ich sie eines Tages wieder ergriff. Die Schnur, die uns zu unseren Träumen führt. Und so nahm ich es in Angriff. 

Zurückschauend kann ich nur sagen, dass es gewiss nicht immer einfach war. 
Ich musste kämpfen.
Zittern.
Hoffen.
Bangen.


Bis es soweit war. Und ich am heutigen Tag endlich mein Abi-Zeugnis entgegen nehmen durfte.

Für manch anderen eine Selbstverständlichkeit. 
Für mich hingegen ein besonderer Moment.

Ich fühle mich wunderbar.
Ich fühle mich erfüllt.
Durch und durch.

Natürlich können Wünsche platzen wie Seifenblasen oder uns entgleiten wie einst die Schnur meines Luftballons.


Doch manchmal können sie auch wahr werden.
Und das ist wunderschön.
Das ist erfüllend.

Ja, das ist es.
Erfüllt.

Freitag, 10. Juni 2011

Nach den Sternen greifen

Träume.
Jeder von uns kennt sie. Diese kleinen und großen Herzenswünsche, die wir in uns tragen, wie kostbare Diamanten. Manche von ihnen erscheinen uns unerreichbar. Wie die atemberaubende Weite des Meeres. Oder die Unendlichkeit des Himmels. Sie sind nicht greifbar, sie sind unnahbar. Wie die Sterne am nächtlichen Horizont, die wir betrachten können, nicht aber zu fassen bekommen. Sie liegen in der Ferne. Zu weit von uns und jenem Zustand, der sich Realität nennt.

Und dennoch, sie existieren.
Die Sterne, Wünsche und Träume.
Werden wir sie jemals zu fassen bekommen?

Träume leben durch uns. Und wir leben für Träume.
Sie lassen unsere Gesichter aufleuchten, erwecken unsere tiefsten Sehnsüchte und schüren unsere Hoffnungen. Sie leben in einer funkelnden Welt, die wir uns selbst erschaffen haben. Diese Welt ist etwas ganz Besonderes. Wir nennen sie Phantasie. 
Es ist eine farbenfrohe, facettenreiche Welt, die deine Träume erstrahlen lässt.
Wie das Glitzern des Sternenmeeres in einer Sommernacht.
So unnerreichbar und wunderschön zugleich.

Doch manchmal geschieht es. 
Manchmal bekommen wir die Gelegenheit nach den Sternen zu greifen.
Und plötzlich, ganz plötzlich, stehen wir vor dem Ziel unserer Träume; der Erfüllung unserer innigsten Sehnsüchte.
 
So ist es auch mir ergangen. 
Ich habe gehofft, gebangt und geträumt.
Und nun ist mein Traum zum Greifen nah. In einem Moment noch unerreichbar, im nächsten Augenblick so nah wie niemals zuvor.

Vielleicht erfüllt er sich.
Vielleicht schon sofort.


Vielleicht sehr bald.
Vielleicht eines Tages.

Vielleicht aber auch nie.


Ich habe Mut geschöpft. Mut, an meinem Traum festzuhalten. Ich möchte nicht, dass mein Traum verglüht wie manch ein Stern am Himmel. Und das wird er nicht.


Ich trage ihn in mir.
In meinen Gedanken.
In meinen Hoffnungen.
Vor allem aber im Herzen.

Manchmal erfüllen sich kleine und große Herzenswünsche.
Was uns auf den ersten Blick unerreichbar erscheint, kann doch ergreifbar sein.
Wir müssen es nur sehen, daran glauben und es festhalten.

Es mag Überwindung kosten, seine Phantasiewelt zu verlassen und einen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.
Es mag ein langer Weg und viel Arbeit sein, einen innigen Wunsch lebendig werden zu lassen.
Es mag unerreichbar klingen, die Sterne zu fassen zu kriegen.

Tausend Sterne am Himmel.
In jeder Nacht.
Tausend Gedanken im Kopf.
An jedem Tag.
Tausend Sehnsüchte im Herzen.
In jedem Menschen.


Lasst uns an unsere Träume glauben.
Lasst uns um unsere Träume kämpfen.
Lasst uns an unseren Träumen festhalten.

Lasst uns nach den Sternen greifen.

Montag, 27. Dezember 2010

Träume

Die Weihnachtszeit ist nun vorbei. Es war die Zeit der Geheimnisse, der Träume, Wünsche und Sehnsüchte. Haben sich eure Wünsche an Weihnachten erfüllt?

Leider können nicht immer alle Wünsche erfüllt werden. Nicht jeder Traum kann realisiert werden. Nicht jede Sehnsucht kann gestillt werden. Nicht jedes Geheimnis kann gelüftet werden.
Es gibt Träume, die immer Träume bleiben werden.
Und aus Träumen, die erfüllt werden, bilden sich neue Träume. So haben wir einen ewigen Kreißlauf. Schon als Kind träumen wir. Wir träumen auch als Jugendliche. Selbst wenn wir erwachsen sind, träumen wir. Unser ganzes Leben lang träumen wir. Nur mit dem Unterschied, dass sich unsere Träume im Laufe der Zeit wandeln. So wie wir uns verändern, verändern sich mit uns auch unsere Träume und Sehnsüchte. Unglücklicherweise ist das nicht bei allen Menschen so. Es gibt Menschen, die das Träumen scheinbar verlernt haben. Das ist wirklich sehr bedauernswert. Denn Träume sind wichtig. Sie geben uns die Kraft zu kämpfen und schwierige Zeiten zu überstehen. Sie geben uns neue Hoffnung. Sie erwecken in uns Phantasien und Illussionen. Sie schenken uns Mut und Zuversicht. Sie sind einfach etwas ganz Besonderes. Und sie sind wertvoll. Jeder Einzelne von uns hat seine eigenen, ganz unterschiedlichen Träume. Manche klein, unbedeutend. Manche groß, bedeutungsvoll.

Was besitzt ein Mensch noch, wenn er die Fähigkeit zum Träumen verloren hat?
In meinen Augen besitzt ein solcher Mensch rein gar nichts mehr. 

Einer meiner Träume war es, in diesem Jahr die Liebe zu finden. 
Dieser Traum hat sich nicht erfüllt. Stattdessen gab es  Enttäuschungen und Tränen.
Es ist enttäuschend zu erfahren, dass Liebe nicht erwidert wird.
Es ist verletztend, wenn man nicht die Zuwendung erhält, die man sich so sehnlichst wünscht.
Es ist unglaublich schwer sich einzugestehen, dass man einfach nicht zusammen passt. Dass man den falschen Menschen getroffen hat. Dabei hatte man doch so sehr gehofft, sein Gegenstück, sein Puzzleteil zu finden. 

Doch sollte ich nun aufhören zu hoffen? Sollte ich nun aufhören zu träumen?
Nein, das werde ich nicht. 
Die Hoffnung sagt, dass jeder Wunsch eines Tages erfüllt werden kann.
Manche Träume können realisiert werden. Manche Sehnsüchte können gestillt werden. Manche Geheimnisse können gelüftet werden. Eines Tages.
Der Traum geht weiter.
Der Traum wird niemals enden. 

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Ein dickes Fell

 Manchmal wäre es schön, eine dicke Haut zu haben. Eine harte Schale, die uns wie ein Schutzschild umhüllt, und alles Negative von uns abprallen lässt.
Ein starker Panzer, der alles abwehrt, was uns zu nahe kommen und runterziehen will. 
Wäre es nicht manchmal schön, die schlechten Gefühle einfach ausblenden zu können?  
Wie praktisch wäre es doch, sich einfach ein dickeres Fell zuzulegen, sodass wir nicht mehr ganz so empfindlich sind. Empfindlich für all das, was da so täglich auf uns einprasselt.

Leider fragt niemand danach, ob du dir ein starkes Fell zugelegt hast. Du musst es einfach haben. Du brauchst eine harte Schale, wenn du der kalten Welt standhalten willst. Du musst dir deinen eigenen Panzer errichten, mit dem du dich schützen kannst.


Ich suchte Schutz vor dem Alltag. Schutz vor den Dingen, die ich nicht sehen möchte. Schutz vor den Worten, die ich nicht hören möchte. Schutz, vor den Gefühlen, die ich nicht fühlen möchte. 


Doch manchmal fühle ich mich all dem schutzlos ausgeliefert.


Ich besitze kein dickes Fell. Vielmehr bin ich umgeben von einer dünnen, zarten Haut, deren Inhalt mir manchmal mehr als zerbrechlich erscheint. Und es kann kalt werden mit solch einer Haut. Verdammt kalt.


Wäre ich eine Schildkröte,  hätte ich einen starken Panzer und man könnte mir nichts anhaben. 


Wäre ich ein Elefant, hätte ich eine dicke Haut; würde mich groß und mächtig fühlen.

Wäre ich ein Eisbär, hätte ich ein dickes Fell und all die Kälte könnte mir nichts anhaben.

Doch ich bin ich. Ohne Panzer, ohne dicke Haut, ohne Fell.


Und trotzdem wird es gehen. Es muss gehen. Denn niemand fragt danach.
Wie schön wäre es manchmal doch, eine dickere Haut zu haben...