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Dienstag, 27. März 2012

Kopfzerbrechen

Ich mache mir Sorgen, jederzeit. 
Um alles, was am Morgen sein wird. 
Um alles, was noch folgt. 

Um alles, was ich bin. 
Um alles, was ich werde.


Warum kann ich nicht wie ein Vogel sein?

Während ich mir hier den Kopf zerbreche,
fliegt er hinaus in die Freiheit.
So stark, so stolz, so schön.

Warum kann ich nicht wie ein Kind sein?


Während ich mir hier den Kopf zerbreche,
erkundet es draußen die Welt.
So unbeschwert, so fröhlich, so sorglos.

Warum kann ich nicht wie der Regenbogen sein?

Während ich mir hier den Kopf zerbreche,
blitzt er zwischen den Wolken hervor.
So hoffnungsvoll, so farbenreich, so toll.

Warum kann ich nicht wie die Musik sein?

Während ich mir hier den Kopf zerbreche,
spielt die Melodie Emotionen in fremde Herzen.
So klangvoll, so leise, so einfach.

Warum kann ich nicht wie du sein?

Während ich mir hier den Kopf zerbreche,
tanzt du lachend durch den Wind.
So optimistisch, so zweifelsfrei, so glücklich.

Doch ich bin nicht wie du.



Ich bin auch nicht wie der Vogel, wie das Kind, der Regenbogen oder die Musik.


Ich bin die, die sich Sorgen macht, jederzeit.
Ich bin die, die Angst davor hat, was am Morgen sein wird.
Ich bin die, die nicht weiß, was noch folgt.


Ich bin die, die manchmal vergisst, wer sie ist.

Und gerne wüsste, was mal wird.


Nur einmal möchte ich wie ein Vogel sein.
Die Flügel ausbreiten und den Sorgen davonfliegen.


Nur einmal möchte ich wie ein Kind sein.
Die Kleinigkeiten genießen und den Schmerz nicht kennen.


Nur einmal möchte ich wie der Regenbogen sein.
Die Hoffnung erhalten und durch die Wolken strahlen.



Nur einmal möchte ich wie die Musik sein.
Die richtigen Töne erwecken und im Mondschein tanzen.


Nur einmal möchte ich wie du sein.
Das Glück erkennen und dem Herzen folgen.

Nur einmal.
Mindestens. 

Sorgenfrei.

Donnerstag, 11. August 2011

Missing

Regen, Regen, Regen.

Sommer, wo bist du?
Wir suchen dich. 

Warum zeigst du dich nicht?
Wir sehnen uns nach dir.

Was hast du dir nur dabei gedacht?
Wir laufen im August durch den Regen. 

Regen, Regen, Regen.

Sommer, ich vermisse dich.




Ich vermisse es, von Sonnenstrahlen geweckt zu werden. Ich vermisse es, barfuss im Gras zu laufen. Ich vermisse es, wenn der Sommerwind mein Haar zerzaust. Ich vermisse Grillabende im Garten. 
Ich vermisse kalte Limonade und Himbeereis. Ich vermisse es, in lauen Sommernächten die Sterne zu zählen. Ich vermisse das fröhliche Stimmengewirr auf den Straßen. Ich vermisse Frühstück auf der Terasse. Ich vermisse die Farbe himmelblau. Ich vermisse das erfrischende Gefühl, wenn ich in eine Wassermelone beiße. Ich vermisse meine kurzen Röcke und Shorts. Ich vermisse die Wärme auf meiner Haut. Ich vermisse es, wenn die Sonne meine Nase kitzelt. Ich vermisse die Unbeschwertheit des Sommers. Ich vermisse die Schönheit der Natur. Ich vermisse das Geräusch von Flip-Flops auf dem heißen Asphalt. Ich vermisse die Vorfreude auf einen Tag am See. Ich vermisse den Geruch von Sonnencreme und frischen Erdbeeren. Ich vermisse Eis am Stiel. Ich vermisse warme Luft und wolkenlosen Horizont.
Ich vermisse all das und mehr.

Doch ich kann nichts tun.

Also kuschel ich mich zurück in mein Bett und warte.
Und während die Regentropfen gegen meine Fensterscheibe prasseln, ziehe ich mir die Bettdecke über den Kopf und träume mich an ferne Strände.
Ich möchte, dass sich die Sonne wieder zeigt.
Ich möchte sie fühlen.
Auf meinem Körper.
Auf meinem Gesicht.
Und in meinem Herzen.

Sommer, ich vermisse dich.

Montag, 4. Juli 2011

Salz auf der Haut

Ich wollte schon immer ans Meer.
Und nun ist es bald soweit.
Mit Sehnsucht im Herzen fahre ich dem Ozean entgegen.

Ich will durch die Wellen tanzen und spüren wie der Wind mein Haar zerzaust.
Ich will meine nackten Füße in den Sand graben und das Salz auf meinem Körper fühlen.
Ich will dabei zusehen, wie die Sonne vor mir versinkt und hören, wie die Nacht beginnt.
Ich will staunen über den Ozean mit seiner unendliche Weite, seinen unzähligen Geheimnissen, verborgenen Schätzen und unerfüllten Träumen. 

Staunen über die Kraft und Schönheit des Meeres.
Ich will die Leichtigkeit fühlen und das Glück, an diesem Ort zu sein.
Ein Gefühl der Freiheit, welches sich in jeder Faser meines Körpers breitmacht.


Ja, ich wollte schon immer ans Meer.
Und nun ist es bald soweit.
Mit Sehnsucht im Herzen fahre ich dem Ozean entgegen.

Ich träumte davon, dich dabei zu haben. Und mit dir gemeinsam all das zu entdecken, was ich zu entdecken habe. Doch es geht nicht. Stattdessen packen wir den Trennungsschmerz in mein Gepäck und liegen uns in den Armen. 
Salz auf der Haut kann auch brennen.
Doch ich muss gehen. 
Ohne dich.
Und meine Sehnsucht stillen.

Ich wollte schon immer ans Meer.
Und nun ist es bald soweit.
Mit Sehnsucht im Herzen lasse ich dich zurück.

Donnerstag, 24. März 2011

Tausend Männer

Tausend Blicke,
die mich treffen,
wenn ich durch den Saal stolziere,
meine langen Beine
steckend in glitzernden Sandaletten.

Tausend Hände,
die nach mir greifen,
wenn ich mich bewege,
meine Hüften kreisend
zu der gedämpften Musik.

Tausend Schritte,
die sich nähern,
wenn ich inne halte


um die Stimmung zu genießen
berauschend und glücklich machend.

Tausend Worte,
die sich formen,
wenn ich mir über die Lippen streiche,
sanft und zart,
den roten Mund nicht verletzend.

Tausend Augen,
die mich beobachten,
wenn ich mir durch das Haar fahre,
seidig glatte Strähnen,
glänzend durch das helle Licht.

Tausend Gesichter,
die sich mir zuwenden,
wenn ich lache,
mein Lächeln klar und strahlend,
wie ein Schimmer in der Dunkelheit.

Tausend Männer,
die sich umdrehen,
wenn ich vorbeischwebe,


frei und geschmeidig,
fast wie ein Vogel.


Doch welcher Blick trifft mich,
wenn ich am Boden liege und weine?

Welche Hand greift nach mir,
wenn ich reglos auf dem Bett liege 
und nicht mehr weiter weiß?

Welcher Schritt nähert sich mir,
wenn mich plötzlich der Mut verläßt?

Welches Wort wird geformt,
wenn ich völlig allein bin und Trost brauche?

Welche Augen beobachten mich,
wenn sich in meinen Tränen spiegeln?

Welches Gesicht wendet sich mir zu,
wenn ich  meines nicht der Sonne, 
sondern dem Schatten zuwende?

Welcher Mann dreht sich nach mir um,
wenn ich mich verlassen fühle
und die Hoffnung fast schon aufgegeben habe?


Tausend Blicke,
alle unbedeutend.
Tausend Hände,
alle schwach.
Tausend Schritte,
alle vergeblich.
Tausend Worte,
alle sinnlos.
Tausend Augen,
alle lügen.
Tausend Gesichter,
alles Masken.
Tausend Männer,
und doch allein.

Ich wünsche mir nur einen Blick,
der mich trifft
und ich weiß,
dass ich keine Angst mehr haben muss.

Ich wünsche mir nur eine Hand,
die nach mir greift
und ich weiß,
dass sie mich niemals wieder loslässt.
Ich wünsche mir nur einen Schritt,
der sich mir nähert
und ich weiß,
dass es der Richtige war.
Ich wünsche mir nur ein Wort,
das sich formt
und ich weiß:
Dieses Wort kam von Herzen.


Ich wünsche mir nur ein paar Augen,
das mich beobachtet
und ich weiß:
Diese Augen werden immer auf mich acht geben.
Ich wünsche mir nur ein Gesicht,
das sich mir zuwendet
und ich weiß:
Die Hoffnung wird niemals vergehen.
Ich wünsche mir nur einen Mann,
der sich umdreht
und ich weiß:
Dieser Mann liebt mich.
Von ganzem Herzen.


Donnerstag, 17. Februar 2011

Liebe

Liebe steckt in jedem von uns.
Manchmal tief in uns verborgen. Wie ein Ozean voller wunderbarer Geheimnisse.
Manchmal geschrieben in unseren Augen. Wie ein Meer hell leuchtender Kerzen.
Manchmal erfüllt von ihr. Wie zwei Herzen, die sich zusammenschließen und von nun an gemeinsam schlagen.
Füreinander.
Liebe ist das schönste Gefühl auf der Welt.
Sie schmeckt nach Himbeerzuckerwatte und riecht nach vollendetem Glück.
Sie lässt Augen erstrahlen und Herzen höher schlagen.
Sie ist ein Symbol der Hoffnung.
Unbeschreiblich. 

Liebe gibt uns Kraft.
In dunklen Stunden ist sie da und erfüllt uns mit neuer Stärke.
In schlechten Zeiten bleibt sie stets an unserer Seite und schenkt uns Lichtblicke.
In jedem noch so schwierigen Moment nimmt sie unsere Hand und begleitet uns auf unserem Weg.
Niemals allein.
Immer da.
Für uns.
Doch Liebe kann auch einsam machen. Dies kann aus vielerlei Gründen geschehen. Vielleicht sind wir enttäuscht worden.
Einmal, zweimal. 
Zu oft. Wir sind traurig und enttäuscht. Und verlieren die Liebe langsam aus den Augen.
Es könnte ebenfalls möglich sein, dass uns die Liebe einfach noch nicht gefunden hat.
So warten wir sehnsüchtig.
Eine Woche, einen Monat, ein Jahr.
Eine Ewigkeit.
Und nichts geschieht.
Langsam verlieren wir auch den Glauben an die Liebe aus den Augen.
Im schlimmsten Fall lieben wir jemanden, der diese Gefühle nicht erwidert. Während uns gleichzeitig jemand liebt, für den wir nicht das Gleiche fühlen.
Dann leiden wir. Und stellen uns immer wieder die Frage nach dem Warum.
Warum lieben wir IHN, wenn er uns nicht liebt?
Warum liebt er mich , wenn ich ihn nicht liebe?
Doch wir können diese Fragen nicht beantworten.
Weil Liebe nicht mit dem Verstand zu erklären ist. 
Und die Wege des Herzens unberechenbar sind.


 Jeder redet über die Liebe. 
Es ist leicht über die Liebe zu reden.
Alle Welt hat schon davon gesprochen. 
Jeder schreibt über die Liebe.
Es ist leicht über die Liebe zu schreiben.
Die Bücher und Zeitschriften sind voll davon.
Jeder scherzt über die Liebe.
Es ist leicht über die Liebe zu scherzen.
Solange sie dich noch nicht erwischt hat.

Doch nicht jeder träumt von der Liebe.
Weil es nicht leicht ist zu träumen
wenn man die Hoffnung schon längst aufgegeben hat.
Nicht jeder kämpft um die Liebe.
Weil es nicht leicht ist zu kämpfen
wenn alles so aussichtslos erscheint.
Nicht jeder glaubt noch an die Liebe.
Weil es nicht leicht ist zu glauben
wenn man davon bisher nur enttäuscht wurde.
Nicht jeder versteht die Schönheit der Liebe.
Weil es nicht leicht ist diese Schönheit zu erkennen
wenn sich stets Tränen in den Augen spiegeln.

Es ist wahr, dass alle über die Liebe reden.
Doch es ist auch wahr, dass kaum jemand über die Einsamkeit, die Tränen und den Schmerz spricht, den die Liebe mit sich bringen kann.

Und so liegst du schließlich alleine dort. Und möchtest schlafen. So gern möchtest du einschlafen und dich in deine Träume flüchten. Sehnst dich nach einem besseren Ort. Mit einem besseren Gefühl.
Doch du kannst nicht schlafen. Lange liegst du wach. Es kommt dir vor wie eine Ewigkeit. Und während du dem Regen lauschst, der leise gegen deine Fensterscheibe prasselt, wirst du plötzlich von deiner Sehnsucht überwältigt. 
Sehnsucht nach Liebe und Glück. Sehnsucht nach dem Menschen, der dir sagt, dass alles gut wird. 
Ehrlich. Leidenschaftlich.Liebevoll.
Eine vergebliche Sehnsucht. Denn wenn du die Augen öffnest, siehst du, dass du noch immer allein dort liegst. 
Es ist das Gefühl der Einsamkeit. 
Kennt es nicht jeder von uns?

Doch was auch immer geschehen ist:
Grund zur Hoffnung gibt es. Immer.
Denn Liebe ist mehr, als der Mann, den wir jetzt gern an unserer Seite hätten.
Liebe ist immer da. 
Wir finden sie in sovielen, unterschiedlichen Facetten.
Und kann sich in sovielen, farbigen Formen zeigen.
Vielleicht ist es das dankbare Lächeln einer guten Freundin.
Vielleicht ist es die herzliche Umarmung eines guten Freundes.
Vielleicht ist es das strahlende Gesicht eines Kindes.
Vielleicht ist es der treue Blick deines Hundes.

All das ist auch Liebe. 
Denn Liebe hat viele Seiten.
Liebe ist überall.
Wir müssen nur lernen, unsere Augen für das Schöne zu öffnen.
Und unsere Herzen frei machen von dem, was uns schmerzt.

Dann wird sie uns begegnen, die Liebe.
Denn Liebe ist überall.
Liebe steckt in jedem von uns.