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Freitag, 13. April 2012

Wunder

Wir können uns nicht vor der Welt verstecken.
Sie findet uns. 

Und dennoch
verbergen wir unser wahres Gesicht gerne vor der Aussenwelt.

Wir können dem Schmerz nicht entgehen.
Wir kennen ihn. 

Und dennoch
wirft er uns jedes Mal auf's Neue um.

Wir können das Leben nicht aufhalten.
Die Zeit läuft. 


Und dennoch
wünschen wir immer wieder, der Moment bliebe stehen.

Wir können die Tränen nicht am Fließen hindern.
Ein Herz zerbricht.

Und dennoch
ist dies nur der Anfang.

Wir können nicht alles verstehen.
Wer tut das schon?

Und dennoch
gibt es Momente im Leben, da ist alles klar.

Wir können keine Wunder hervorrufen.

Dennoch geschehen sie.

Genau in diesem Augenblick.

Kleine und Große Wunder.
Für dich und für mich.

Jeden Tag.

Ein Wunder.

Montag, 2. April 2012

Hinaus in's Leben

Es gibt Tage, da bereite ich meine Arme aus und versuche zu schweben.
Über rosaroten Wolken, der Sonne entgegen.

Hinaus in die Schönheit des Lebens.


Ich öffne meine Hände.
Und wir fliegen zusammen.

Es gibt Zeiten, da schaue ich nach vorn und versuche zu vergessen.
Erinnerungen verblassen, die Zukunft schubst mich an.  



Hinaus in ein neues Kapitel des Lebens.


Ich öffne eine Tür.
Und schließe eine andere.

Es gibt Momente, da steht die Zeit still und ich versuche zu fühlen.
Von der Vergangenheit verändert, von der Hoffnung umgeben. 


Hinaus in die Wirklichkeit des Lebens.
 
Ich öffne mein Herz.
Und spüre das Glück.


Ich habe wieder gelernt zu schweben,
gelernt zu vergessen
und gelernt zu fühlen.

Ich habe gelernt wieder zu leben.

Endlich.

Hinaus in die schönste Zeit des Lebens.

Dienstag, 27. März 2012

Kopfzerbrechen

Ich mache mir Sorgen, jederzeit. 
Um alles, was am Morgen sein wird. 
Um alles, was noch folgt. 

Um alles, was ich bin. 
Um alles, was ich werde.


Warum kann ich nicht wie ein Vogel sein?

Während ich mir hier den Kopf zerbreche,
fliegt er hinaus in die Freiheit.
So stark, so stolz, so schön.

Warum kann ich nicht wie ein Kind sein?


Während ich mir hier den Kopf zerbreche,
erkundet es draußen die Welt.
So unbeschwert, so fröhlich, so sorglos.

Warum kann ich nicht wie der Regenbogen sein?

Während ich mir hier den Kopf zerbreche,
blitzt er zwischen den Wolken hervor.
So hoffnungsvoll, so farbenreich, so toll.

Warum kann ich nicht wie die Musik sein?

Während ich mir hier den Kopf zerbreche,
spielt die Melodie Emotionen in fremde Herzen.
So klangvoll, so leise, so einfach.

Warum kann ich nicht wie du sein?

Während ich mir hier den Kopf zerbreche,
tanzt du lachend durch den Wind.
So optimistisch, so zweifelsfrei, so glücklich.

Doch ich bin nicht wie du.



Ich bin auch nicht wie der Vogel, wie das Kind, der Regenbogen oder die Musik.


Ich bin die, die sich Sorgen macht, jederzeit.
Ich bin die, die Angst davor hat, was am Morgen sein wird.
Ich bin die, die nicht weiß, was noch folgt.


Ich bin die, die manchmal vergisst, wer sie ist.

Und gerne wüsste, was mal wird.


Nur einmal möchte ich wie ein Vogel sein.
Die Flügel ausbreiten und den Sorgen davonfliegen.


Nur einmal möchte ich wie ein Kind sein.
Die Kleinigkeiten genießen und den Schmerz nicht kennen.


Nur einmal möchte ich wie der Regenbogen sein.
Die Hoffnung erhalten und durch die Wolken strahlen.



Nur einmal möchte ich wie die Musik sein.
Die richtigen Töne erwecken und im Mondschein tanzen.


Nur einmal möchte ich wie du sein.
Das Glück erkennen und dem Herzen folgen.

Nur einmal.
Mindestens. 

Sorgenfrei.

Sonntag, 18. März 2012

Wandelnde Welt

Als wir klein waren, war die Welt noch in Ordnung.
Jeder Tag erschien uns wie ein langer Sommerabend.
Warm, hell, unbefangen und fröhlich.

Als wir älter wurden, änderte sich die Welt. 
Manche Tage erschienen uns nun wie lange Gewitterstürme.
Kalt, dunkel, stürmisch und chaotisch.

Plötzlich fühlt man sich nicht mehr wie die wohlbehütete Prinzessin,
der nichts passieren kann,
sondern vielmehr wie ein junges, scheues 
Reh,


welches unsanft hinaus ins Leben geschubst wurde,
und nun auf wackligen Beinen steht 
und sich unsicher in seiner neuen Welt umschaut.
Plötzlich spürt man, dass das Leben weh tun kann.
Ein neuer, dir zuvor unbekannter Schmerz überfällt dich.
Du lernst, dass Tränen salzig schmecken und Liebe bitter.

Du erkennst, dass Lachen ansteckend ist und Gefühle unverzichtbar.
Du erlebst dich mit gebrochenem Herzen.


Du weinst, du schreist, du hoffst.


Du überlebst.


Du beginnst. Von vorn.
Immer wieder und wieder.

Bis du es gefunden hast.
Das Glück.
Dein Glück.
Nach all der langen Zeit.
Endlich.

Schließich kommt der Tag, an dem wir erkennen, 
dass es nicht die Welt war, die sich geändert hatte.

Wir selbst waren es, die sich verändert hatten. 

Und sich immer wieder ändern werden.

Von Zeit zu Zeit.
Immer wieder und wieder.

Bis die Welt in Ordnung ist.

Donnerstag, 15. März 2012

Wie es ist

Ein Lächeln kann wie ein Zauber sein.
Wenn es dich im richtigen Moment erreicht.
Und dir neue Hoffnung schenkt.


Ein Tag kann wie ein Wunder sein.
Wenn er Sonnenschein und Freude bringt.
Und den Schmerz vergessen lässt.


Ein kurzer Augenblick kann wie ein Blitzschlag sein.
Wenn es donnert und kracht.
Und plötzlich alles anders ist.



Trauer kann wie ein langes Schweigen sein.
Wenn die Melodie im Herzen verstummt.
Und die Zeit für manchen stehen bleibt.


Eine Freundschaft kann wie eine handvoll Luftballons sein.
Wenn du sie bei dir trägst, kunterbunt-fröhlich.
Und eines Tages loslässt und verlierst.

Das Leben kann wie ein Riesenrad sein.
Wenn es hoch hinaus geht, danach wieder tief.
Und alles irgendwann ein Ende nimmt.


Die Zukunft kann wie eine Zuckertüte sein.
Wenn sie prall gefüllt mit Überraschungen.
Und niemand weiß, was passiert.


Ein gebrochenes Herz kann wie eine Blume sein.
Wenn sie beinahe verwelkt.
Und schließlich wieder neu erwacht.


Ein Mensch kann wie ein Rettungsanker sein.
Wenn er hinter die Fassade schaut.
Und dir seine Liebe schenkt.

Samstag, 4. Februar 2012

Am Ufer

Hier steht sie nun.
Am Ufer der Ewigkeit.
All ihre Träume in der Hand.
Werden sie zerschellen? 
An den Klippen der Realität?

Traum und Realität.
So nah beieinander.
Dort wo Illusion auf Wirklichkeit trifft.

Hier steht sie nun.
Am Ufer der Vergessenheit.
All ihre Sehnsüchte in der Hand.
Werden sie zergehen?
An den Antworten der Wahrheit?
 

Liebe und Schmerz.
So nah beieinander.
Dort wo ein Kuss auf Tränen trifft.

Hier steht sie nun.
Am Ufer der Unendlichkeit.
All ihre Hoffnungen in der Hand.
Werden sie zerschlagen?
An der Bitterkeit des Lebens?

Leben und Erinnern.
So nah beieinander.
Dort wo ein Luftballon auf den Himmel trifft.


Hier steht sie nun.
Am Ufer des Neubeginns.
Ihre Zukunft in der Hand.

Lässt vergangene Träume in den Himmel steigen,
Sehnsüchte und Hoffnungen entgleiten.

Wie hunderte Luftballon schweben sie davon.

Dem Himmel entgegen.

Anfang und Ende.
So nah beieinander.
Dort wo ihr Herz die Wahrheit kennt.

Sonntag, 29. Januar 2012

Das Leben

Das Leben ist schwer.
Sehr schwer.
Sagtest du mir.

Das Leben ist wie eine lange Reise.
Unterwegs mit dem Zug.
Verschiedene Stationen zu bewältigen.
Mit Tränen im Gepäck.
Bitter und salzig.

Das Leben ist wie ein wilder Ozean.
Unterwegs mit dem Schiff.
Unberechenbare Stürme zu bekämpfen.
Mit Ängsten im Gepäck.



Kleine und Große.


Das Leben ist wie ein dunkler Wald.
Unterwegs zu Fuß.
Mysteriöse Wege zu betreten.
Mit Ungewissheit im Gepäck.
Finster und kalt.


Das Leben ist wie ein verlassener Garten.
Unterwegs mit nichts als dir selbst.
Viele Aufgaben zu bewältigen.
Mit Rückfällen im Gepäck.
Steinig und wüst.

Doch das Leben ist mehr.
Viel mehr.
Ich sage es dir.


Das Leben ist wie ein gutes Buch.
Unterwegs mit offenen Augen.
Verschiedene Kapitel zu bewältigen.
Mit der Zuversicht im Gepäck
dass es ein gutes Ende nehmen wird.

Das Leben ist wie deine Lieblingsmusik.
Unterwegs mit lauschenden Ohren.
Verschiedene Melodien zu hören.
Mit einem Lächeln im Gepäck
dass dich voran treibt.

Das Leben ist wie der Strand.
Unterwegs mit nackten Füßen.
Eigene Spuren zu hinterlassen.


Mit einer Portion Mut im Gepäck
deinen eigenen Weg zu finden.

Das Leben ist wie ein offenes Herz.
Unterwegs mit weit geöffneten Armen.
Verschiedene Menschen darin einzuschließen.
Mit dem Gefühl der Liebe im Gepäck
dass dir immer wieder neue Kraft gibt.


Das Leben ist mehr.
Viel mehr.
Ich sagte es dir.


Donnerstag, 27. Oktober 2011

Immer wieder neu

Es ist nicht so schlimm, wenn die Blätter fallen.
Denn der Frühling kehrt zurück.
Entspringt aus der Erde und erwacht in deinem Herzen.
Immer wieder neu.

Es ist nicht so schlimm, wenn Wolken den Himmel schwärzen.
Denn die Sonne zeigt sich schon morgen wieder.
Sonnenstrahlen wärmen deine Haut.
Immer wieder neu.

Es ist nicht so schlimm, wenn die Musik verhallt.

Denn der Ton bleibt zurück in deinen Ohren.
Melodien des Herzens.
Immer wieder neu.

Es ist nicht so schlimm, wenn die Zeit vergeht.
Denn alles beginnt neu.
Geschichten deines Lebens.
Immer wieder neu.


Es ist nicht so schlimm, wenn du fällst.
Denn es ist die Chance für einen neuen Anfang.
Dein Anfang.
Immer wieder neu.

Es ist nicht so schlimm, wenn du weinst.
Denn Tränen enden mit dem Regen.
Hoffnung zaubert Lächeln in dein Gesicht.
Immer wieder neu.

Alles vergeht.
Alles endet.
Alles geht vorüber.
Irgendwann.


Und alles beginnt von vorn.
Immer wieder neu.

Und während du der Vergangenheit noch sehnsüchtig hinterherschaust,
wächst das Neue bereits unaufhaltsam in dir heran.
Du kannst es nicht stoppen.

Ein neuer Tag.
Ein neuer Mensch. 
Ein neues Leben.

Neue Sehnsüchte und Träume.
Neue kleine und große Geschichten.
Neue Ideen und Hoffnungen.

Neue Momente des Herzens.


Immer wieder neu.

Und während die Blätter an diesem Abend fallen, färbt sich der Himmel schwarz.

Die Musik verhallt, während die Zeit an uns vorbeizieht.

Tränen laufen uns über die Wangen, während uns bewusst wird, dass wir gefallen sind.


Doch es ist in Ordnung.
Weil wir wissen, dass es vorüber geht.
Und neu beginnt.

Immer wieder und wieder.


Eines Tages. Sehr bald. Vielleicht schon morgen. Noch heute.

Immer wieder.

Dienstag, 30. August 2011

Ein Stück Kindheit

Als Kind wünschten wir uns nichts mehr, als endlich erwachsen zu sein. Und wenn wir schließlich älter geworden sind, träumen wir uns voller Sehnsucht in unsere Kindheit zurück und wünschten uns, wir könnten noch einmal die Zeit zurückdrehen. 
Ein letztes Mal. 

Ist es nicht merkwürdig?

Im Grunde habe ich meine Kindheit schon längst verlassen. Und dennoch halte ich sie noch fest. Ich will sie nicht loslassen. 
Nicht vollständig. 
Jetzt noch nicht. 



Es ist nicht leicht erwachsen zu werden. 
Weil es weh tun kann.
Doch noch viel schwieriger ist es erwachsen zu sein.
Weil es weh tun wird.
Nicht immer. 
Aber immer wieder.

Die Welt der Erwachsenen ist unberechenbar.

Ich will mir das erhalten, was wichtig für mich ist, um in dieser Welt zu überleben.


Die kindliche Vorfreude auf Weihnachten oder den nächsten Urlaub. Lachen am Morgen. Genauso laut wie am Abend. 
Gedanken, die nur um Heute kreisen. 
Neugier anstelle von Skepsis gegenüber neuen Menschen und Situationen. 
Die Freude an den Kleinigkeiten des Lebens, wie zum Beispiel Himbeereis. Gänseblümchen. Sonnenschein zwischen den Wolken. Barfuss im Gras laufen. Warme Regentropfen auf der Haut. Popcorn im Kino. Ein gutes Buch auf der Couch. Kettenkarusell fahren. 
Spazieren im Regen. Spaghetti Bolognese. 
Ein Abend mit Freunden. Kuchen backen. 


Lachen.
Träumen.
Leben.
Den Moment genießen.
Unbeschwert sein dürfen.
Nicht immer.
Aber immer mal wieder.
Sich das erhalten, was einem ein Lächeln auf's Gesicht zaubert.

Sich ein Stück Kindheit bewahren.

Samstag, 27. August 2011

Geburtstagsgedanken

Geburtstag.
Und wieder bin ich ein Jahr älter.
An die Zahl 24 muss ich mich erst noch gewöhnen. 
Wie schnell doch die Zeit vergeht! 
Daran werde ich mich wahrscheinlich nie gewöhnen.
Ich kann mich noch so gut daran erinnern, als ich 14 geworden bin. Oder 16. 
Und vor allem 18. Da habe ich mich immer besonders stolz gefühlt. Ich steckte voller Hoffnungen, Wünsche und Träume. 
Und heute?
Heute ist das noch ganz genauso.



Ich bin neugierig auf das Leben und gespannt, was es mir noch alles bringen wird. 
Im neuen Lebensjahr. Und in all den Lebensjahren, die ich noch vor mir habe.
Kennt ihr diesen Lebenshunger? Die Neugierde auf das Leben. Die Lust daran, Neues zu wagen, Neues zu bewegen, Neues zu erleben. Die Lust daran, an eigenen Träumen zu arbeiten und erste Ziele zu verwirklichen. Die Freude an den kleinen und großen Überraschungen des Lebens. Die Bereitschaft sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen und die Lust diese zu bewältigen. Neugierig auf die vielen verschiedenen Gefühle, welche das Leben erst lebendig machen. Die Liebe für das Leben tief im Herzen. Lebenslust. Größer als alles andere. Sie sprudelt aus dir heraus wie ein wilder Wasserfall. Nicht zu bändigen.

Und stellt die Angst in den Schatten. Die Angst vor dem Scheitern. 


Je älter wir werden, desto dicker wird das Buch unserer Vergangenheit. Es macht mich stark zurückblicken zu können. Zu sehen, was bereits erreicht wurde. Zu staunen, was bereits erlebt und vor allem durchlebt wurde. Zu belächeln, um welche Jungs geweint wurde und welche Kleinigkeiten uns Sorgen bereitet haben. Zu wissen, welche Menschen von damals noch heute eine wichtige Rolle in unserem Leben spielen und welche es nicht in die Gegenwart geschafft haben. 
Erinner dich mal zurück und du wirst ebenfalls stauen. 
Über all das, was du mal warst. 
Aber vor allem über das, was du heute bist.


Nämlich etwas Besonderes.
Wie jeder von uns.

Umgekehrt macht es mir aber genauso Spaß nach vorne blicken zu können. Zu sehen, was wir in Zukunft noch erreichen wollen. Zu staunen, was wir noch alles erleben und durchleben werden. Nur vermuten können, um welche Jungs wir noch weinen und welche Dinge uns noch Sorgen bereiten werden. Nicht zu wissen, welche Menschen von heute es auch in unsere Zukunft schaffen werden.
Wir können uns versuchen das Leben vorzustellen.
Wir können Wünsche für unsere Zukunft äußern.
Wir können Vermutungen äußern und fest von etwas überzeugt sein.


Und dennoch wird das Leben seine ganz eigenen Wege gehen.
Nicht alles ist vorhersehbar. Nicht alles wird so verlaufen, wie wir es vielleicht gern hätten. Nicht alle Wege werden mühelos zu gehen sein. Nicht jedes Gefühl wird erfreulich sein. Nicht alle Zeiten werden leicht zu bewältigen sein.


All das ist normal. Und nicht weiter schlimm. Weil Veränderungen nunmal dazu gehören.

Genauso wie die Hoffnungen, Wünsche und Träume, die wir in unseren Herzen tragen.


 Solange wir sie nicht vergessen, kann uns nichts passieren.
Und wir können das Leben leben. 
Mit allem was dazu gehört.
Und mit noch viel mehr.
Mit Lebenslust.

Donnerstag, 26. Mai 2011

Loslassen

Loslassen.
Es tut immer weh etwas loszulassen, was einem am Herzen lag.

Das kann ein Gegenstand sein.
Ein geliebtes Kleidungsstück, welches du lange getragen hast und nun feststellst, dass es nur noch unnütz im Schrank herumliegt. 
Es passt dir nicht mehr. 

Das kann eine Person sein. 
Einen Menschen, den du lange im Herzen getragen hast und nun feststellst, dass er sich verändert hat. 
Er tut dir nicht mehr gut.


Das kann ein Gefühl sein.
Eine Freundschaft oder eine Liebe, die du lange in deinen Hoffnungen, Träumen und Gedanken getragen hast und nun feststellst, dass das Gefühl ein anderes ist. 
Es macht dich nicht mehr glücklich.


Manchmal musst du dich verabschieden.
Von Gegenständen, Personen und Gefühlen.
Manchmal musst du loslassen.
Es tut weh. Meistens.

Doch Loslassen kann auch etwas Gutes sein.
Es kann dich frei machen.
Es kann dich stark machen.
Es kann dich zu einem neuen Menschen machen.

Loslassen ist gut, wenn du deinen Schrank entrümpelst und dir Platz für Neues schaffst.

Loslassen ist gut, wenn du eine Person gehen lässt, die kein Platz mehr in deinem Leben hat.

Loslassen ist gut, wenn du Gefühle begräbst, die keinen Platz mehr in deinen Träumen  haben.


Loslassen.
Manchmal musst du loslassen.
So weh es auch tut, umso besser fühlst du dich hinterher.

Mach dich frei,
mach dich stark,
erfinde dich neu.

Lass los.

Mittwoch, 18. Mai 2011

Fast geschafft

Liebe Leser, es tut mir von Herzen leid, dass es auf diesem Blog momentan so wenig zu lesen gibt. 

Doch es gibt einen guten Grund dafür, denn ich befinde mich gerade mitten im Umzugsstress. Obwohl es kein großartiger Umzug ist (von einem Zimmer in das andere...) bedeutet es jede Menge Arbeit, da gleichzeitig alles renoviert, dekoriert und verschönert wird. 
Natürlich bleibt das Bloggen dabei völlig auf der Strecke.

Ich freue mich aber sagen zu können, dass das Gröbste bereits geschafft ist und ich sehr bald wieder viel Zeit haben werde. Mir schwirren soviele Ideen für neue Posts im Kopf herum und freue mich schon darauf, meine Gedanken bald in aller Ruhe (und in neuer, gemütlicher Umgebung) umsetzen zu können.


Danke, dass ihr mir auch in dieser stressigen Zeit als Leser treu bleibt!
Ihr seid einfach toll!
 

Dienstag, 26. April 2011

Buch des Lebens

Mein Leben.
Es ist wie ein Buch, das ich in den Händen halte.

Das vergangene Kapitel. 
Ich zittere, wenn ich es aufschlage. 
Denn es ist nicht irgendeine Geschichte, die dort geschrieben steht.
Es ist unsere Geschichte. 
Und nun sind wir angekommen. Auf der letzten Seite.
Und blicken dem Ende entgegen.  

Unsere Geschichte. Keine gewöhnliche Geschichte. 


So packend, so mitreißend. 
So liebevoll und herzlos zugleich.


Unsere Geschichte. Keine humorvolle Geschichte.
So düster, so tränenreich.
So verzweifelt und hoffnungsvoll zugleich.

Unsere Geschichte. Keine schöne Geschichte.
So aussichtslos, so gleichgültig.
So sehnsüchtig und abwehrend zugleich.

Unsere Geschichte. 
Unser Kapitel.
Unsere Vergangenheit.

Wir sind am Ende.

Am liebsten würde ich die Seiten herausreißen.
Und vergessen.
Die letzten Stunden.
Die letzten Minuten.
Die letzten Momente.


Doch sie ist bereits geschrieben, unsere Geschichte.
In dem Buch meines Lebens, dessen Seiten sich nicht korrigieren lassen.


Aber dann sind da auch noch die Seiten, die das Leben jetzt schreibt. 
In dieser Stunde. 
In dieser Minute.
In diesem Moment.
Es zeigt mir, dass die Vergangenheit vorüber ist. 
Es zeigt mir, dass ich in der Lage sein werde, zu vergessen.
Und abzuschließen. 
Mit jenem düsteren Kapitel, das sich Vergangenheit nennt.

Ich möchte umschlagen. Ich möchte nicht zurückschauen. 


Er ist weg.
Doch du bist hier. 
Bei mir. 
Wir gehören zusammen und wollen zusammen bleiben.
Das ist das Einzige, was zählt. 
In dieser Stunde.
In dieser Minute.
In diesem Moment.

Hoffnungsvoll schaue ich nun auf die Seiten, die vor mir liegen.
Unbeschrieben und leer.
Bereit gefüllt zu werden.
Mit neuen Geschichten.
Mit neuen Kapiteln.
Mit neuer Liebe.

Denn wir sind nicht am Ende.

Wir sind nur am Ende eines Kapitels.
Während wir bereits ein Neues beginnen.
Denn es hört nie auf zu erzählen, das Buch des Lebens.
Und es führt dich weiter.


Zu neuen Stunden.
Zu neuen Minuten.
Zu neuen Momenten.

Ein neues Kapitel.

Samstag, 19. März 2011

Das echte Lächeln

 "Es gibt nichts trügerisches als ein Lächeln.
Und niemand weiß das besser als die Menschen, die sich dahinter verstecken.

Manche fletschen die Zähne, 
als höfliche Warnung an ihre Feinde.
Manche setzen ein strahlendes Gesicht auf,
um ihre Tränen am Fließen zu hindern.
Andere tragen ein albernes Grinsen zur Schau, um ihre Angst zu verbergen.

Doch dann gibt es da auch noch dieses seltene Lächeln, das wirklich echt ist.
Es ist das Lächeln eines Menschen, der weiß, dass seine Probleme schon bald gelöst sind."

Montag, 14. März 2011

Die schönsten Tage

"Man weiß vorher nicht, ob es der schönste Tag im Leben wird. 
Die Tage, von denen man es erwartet, entpuppen sich manchmal als nicht so schön. 
Sie sind nie so schön, wie man sie sich vorgestellt hat. 
Es sind die gewöhnlichen Tage. 
Meistens fängt so ein Tag ganz normal an – und am Ende des Tages stellt man fest, es war der schönste Tag… 
Man erkennt den schönsten Tag seines Lebens erst, wenn man mitten drin steckt.  
Während man sich etwas oder jemandem ganz hin gibt.
Während einem das Herz gebrochen wird.
Während man seinem Seelenverwandten begegnet. 
Und dann erkennt man, dass die Zeit nicht reichen wird. 
Man merkt, man will ewig leben. 
Und das sind die schönsten Tage, die perfekten Tage. 
Nicht wahr?"