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Samstag, 31. Dezember 2011

Mein Herzensjahr

In wenigen Stunden können wir das neue Jahr begrüßen und 2011 ist Geschichte.

Was für eine Geschichte war es für dich? War es dein Herzenjahr? Hattest du viel Glück, Liebe und Erfolg? Genug all der Dinge, nach denen sich jeder von uns so sehr sehnt?

Oder war es ein Jahr, in dem du viel Schmerz erdulden musstest, vielleicht krank warst, enttäuscht und verletzt worden bist oder jemanden verloren hast, der dir viel bedeutet?

Was auch immer geschehen ist, ich wünsche jedem von Euch nur das Beste für 2012!

Für mich persönlich war es ein Herzensjahr. 

Ein Jahr, in dem kleine und große Träume in Erfüllung gingen und die lange Suche nach der Liebe endlich ihr Ende nahm. 


Habt einen guten Rutsch in das neue Jahr! 

Feiert schön und lasst es Euch gutgehen!


Samstag, 24. Dezember 2011

Ein Märchen

Es gab ein Märchen, dass ich nie verstand.
Dass zwei Menschen, die zusammen lachten, so wirken, als hätten sie sich nie gekannt.

Dass zwei Menschen, die schon als Kinder befreundet waren, sich irgendwann nie wieder sahen. 

Dass zwei Menschen, die ihre Träume teilten, von nun an hastig aneinander vorüber eilen.


Dass zwei Menschen, die sich all ihre Geheimnisse erzählten, sich plötzlich allein durch den Alltag quälen.


Dass zwei Menschen, die miteinander verbunden waren, sich heute nichts mehr zu sagen haben.

Dass zwei Menschen, die sich innig umarmten und an den Händen hielten, plötzlich nicht mehr können lieben.

Ja, es gab da ein Märchen, dass ich nie verstand.
Dass zwei Menschen, die sich liebten, so tun, als hätten sie sich nie gekannt.


Es gibt Vergangenheiten, die schwer zu erklären sind.
Dass Gefühle vergehen, wie die Blüten im Wind.

Es gibt Geschichten, die keiner von uns jemals vergessen kann.
So stark und lebendig ist die Erinnerung daran. 

Es gibt Augenblicke des Lebens, die sind wie Zauberei.
Doch so schnell sie kamen, so schnell wieder vorbei.



Es gibt Tränen des Glücks, die sind so ehrlich und rein.
Und schmerzende Worte, die wirken hart und gemein.

Es  gibt Märchen, die uns berühren,
auch wenn wir spüren,
dass nicht alles gut ausgeht,
wenn ein geliebter Mensch
plötzlich einschlägt einen anderen Weg.

Donnerstag, 25. August 2011

Alte Wunden

Manche Verletzungen tragen wir ständig mit uns rum. 
Auch wenn sie schon lange her sind und der Schmerz vergessen, bleiben Narben zurück. Diese alten Wunden erinnern uns. 
Sie erinnern uns daran, wie wir damals waren und was wir überstanden haben. 
Sie lassen uns zurückblicken auf Personen und Geschichten, die längst verblasst sind.

Sie erzählen uns was wir in der Vergangenheit getan haben. 
Und lehren uns was wir in Zukunft vermeiden sollten. 



Auch meine Narben erinnern mich. 
An die Gefühle von damals. 
An die Menschen von damals.
An die Tränen von damals.
An das Mädchen von damals.

Und während ich mich so zurückerinnere, muss ich lächeln.
Was damals war ist überstanden. 
Schon lange.
Die Personen und Geschichten sind verblasst. Sie spielen keine Rolle mehr.
Die Vergangenheit ist vorüber. 
Und die Zukunft breitet ihre Arme aus und lächelt mir entgegen.
Doch die Narben von damals bleiben.
Im Grunde haben mich die Verletzungen von damals zu dem gemacht, was ich heute bin.
Sie erinnern mich.
Sie lehren mich.
Sie lassen mich nichts vergessen.


Und so trage ich sie mit mir rum.
Immer und immer.
Nie vergessen.

Donnerstag, 21. Juli 2011

Memories

Ich bin wieder hier.

Mit Wehmut im Herzen denke ich zurück an die vergangenen Tage am Meer. Wie bezaubernd war es doch, dem Sonnenuntergang zuzusehen. Jeden Abend. Ich liebe das. Und während ich zum wiederholten Male meine Urlaubsbilder betrachte, frage ich mich leise, warum alles Schöne enden muss. Zu schnell. 
Ich hätte sie gerne weiter hinausgezögert, diese kostbaren Momente. Jeden einzelnen von ihnen. Wenn ich könnte, hätte ich sie eingefangen, um sie hinterher immer und immer wieder neu erleben zu können. 


Ja, manchmal ist das Leben ein bißchen wie im Film. Zu schön. Zu perfekt. Es musste enden. 
Früher oder später.
Und doch bleibt etwas. Die Erinnerung. 
Ist es nicht immer so?
Überall in meinem Zimmer finden sich Spuren aus vergangenen Tagen. Verstaubt in Kisten, mit verblasster Tintenschrift, zwischen Deckeln und Schlössern versteckt. 
Fotos. 
Briefe. 
Postkarten. 
Tagebucheinträge.
...
Sie erzählen ihre eigene Geschichte.
Ja, ich liebe es, in alten Sachen herumzukramen. Doch manchmal setzt meine Erinnerung nicht sofort ein. Manchmal muss ich herumblättern und nachlesen und herumgrübeln und mir meine Erinnerung wie ein schwieriges Puzzle neu zusammensetzen. Bis es mir wieder einfällt. Und ich schließlich schwelge in einem Rückblick meines eigenen Lebens. 
Schöne und weniger schöne Tage. Lustige und traurige Momente. Ehrliche und falsche Freunde. Wahre Gefühle und echte Enttäuschungen.
Ich muss daran denken, wie es damals war. Wie ich damals war. Wie wir damals waren.


Es sind Erinnerungen, die ich wie einen Schatz bewahre und behüte. 
Zu kostbar, um leichtfertig damit umzugehen.
Erinnerung an ein Leben, welches nicht mehr das Gleiche ist.
Weil sich zuviel verändert hat.
Erinnerungen an ein Mädchen, welches es heute nicht mehr gibt. 
Weil sie sich verändert hat.
Erinnerungen an Teile meines Lebens, die nun der Vergangenheit angehören.
Weil sich alles verändert.


Doch es wird Zeit, sie wieder zu schließen, die alten Kisten mit den kostbaren Erinnerungsstücken. So schön es auch sein mag, in Erinnerungen zu schwelgen, so bin ich doch froh, neue Kisten füllen zu können. Mit ganz neuen Schätzen.

Auf Wiedersehen Vergangenheit, Hallo Zukunft.

Ja, manchmal ist das Leben ein bißchen wie im Film. Zu schön, zu perfekt.
Und es endet nie. Es geht weiter. 
Immer.
Früher oder später.

Donnerstag, 26. Mai 2011

Loslassen

Loslassen.
Es tut immer weh etwas loszulassen, was einem am Herzen lag.

Das kann ein Gegenstand sein.
Ein geliebtes Kleidungsstück, welches du lange getragen hast und nun feststellst, dass es nur noch unnütz im Schrank herumliegt. 
Es passt dir nicht mehr. 

Das kann eine Person sein. 
Einen Menschen, den du lange im Herzen getragen hast und nun feststellst, dass er sich verändert hat. 
Er tut dir nicht mehr gut.


Das kann ein Gefühl sein.
Eine Freundschaft oder eine Liebe, die du lange in deinen Hoffnungen, Träumen und Gedanken getragen hast und nun feststellst, dass das Gefühl ein anderes ist. 
Es macht dich nicht mehr glücklich.


Manchmal musst du dich verabschieden.
Von Gegenständen, Personen und Gefühlen.
Manchmal musst du loslassen.
Es tut weh. Meistens.

Doch Loslassen kann auch etwas Gutes sein.
Es kann dich frei machen.
Es kann dich stark machen.
Es kann dich zu einem neuen Menschen machen.

Loslassen ist gut, wenn du deinen Schrank entrümpelst und dir Platz für Neues schaffst.

Loslassen ist gut, wenn du eine Person gehen lässt, die kein Platz mehr in deinem Leben hat.

Loslassen ist gut, wenn du Gefühle begräbst, die keinen Platz mehr in deinen Träumen  haben.


Loslassen.
Manchmal musst du loslassen.
So weh es auch tut, umso besser fühlst du dich hinterher.

Mach dich frei,
mach dich stark,
erfinde dich neu.

Lass los.

Montag, 4. April 2011

Vergessen

Heute wirst du sehen, wie die Sonne aufgeht.
Und mit ihr deine Zuversicht. 
Die Hoffnung wärmt dein Herz.
Und alles ist vergessen. 

Heute wirst du hören, wie die Vögel singen.
Und mit ihnen deine Fröhlichkeit.
Eine süsse Melodie in deinem Herzen. 
Und alles ist vergessen.

Heute wirst du riechen, wie die Blumen duften.
Und mit ihnen blühen deine Träume auf.
Längst vergessene Sehnsüchte erwachen in voller Kraft.
Und alles ist vergessen.


Heute wirst du spüren, wie die Nachtluft schmeckt.
Und mit ihr werdet ihr im Mondschein tanzen.
Deine Augen funkeln den Sternen entgegen in dieser klaren Nacht.
Und alles ist vergessen.


Heute wirst du fühlen, wie Gefühle tanzen.
Und mit ihnen schlägt dein Glück Purzelbäume.
Verliebtheit macht sich in deinem Herzen breit.
Und alles ist vergessen.

Das Glück hat dich überrascht. Es hat dich überrollt. Wie ein kräftiger Windstoß trat es in dein Leben und wirbelte alles durcheinander. 


Doch die Vergangenheit holt dich ein. Sie nagt noch immer an deinem Herzen. Mit einer gewaltigen Wucht, meldet sie sich zurück. Dunkel und kalt winkt sie dir zu und stößt zurück in deine Gegenwart.


Du willst es verhindern. Du willst es so sehr.
Doch du kannst nichts tun.


Du kannst nur dabei zuschauen, wie die Sonne untergeht.
Und mit ihr deine Zuversicht.
Du kannst nur lauschen, wie die Vögel verstummen.
Und mit ihnen deine Fröhlichkeit.
Du kannst nur riechen, wie die Blumen verwelken,
und mit ihnen deine Träume.
Du kannst nur vermuten, wie die Nachtluft schmeckt.
Und mit ihr die Sterne am Himmel verglühen.
Du kannst nur noch davon träumen, wie Gefühle tanzen.
Und mit ihnen dein Herz.



Und während du durch die kühle Nacht läufst,
vermischt sich der Regen mit deinen Tränen.
Erinnerungen werden wach.
Alte Gefühle wieder lebendig.
Längst vergangene Tage werden zu deiner Gegenwart.

Und in diesem Moment spürst du ganz genau:
ER war nie vergessen.
Deine Liebe war nie vergessen.
Eure Leidenschaft war nie vergessen.
Deine Sehnsucht war nie vergessen. 
Dein Schmerz war nie vergessen.
Nichts war vergessen.
Nichts ist vergessen.
Niemals.

Freitag, 31. Dezember 2010

Ein stürmisches Jahr

Wenn sich das Jahr dem Ende neigt, ist das für viele Menschen der Anlass, um zurückzuschauen. Ein Blick zurück auf die Vergangenheit. Längst verstrichene Zeiten. Längst erloschene Gefühle. Längst vollendete Taten. Längst durchlebte Geschichten.
Wir denken nach. Über unsere Erlebnisse. Waren sie schön? Oder traurig?
Über unsere Gefühle. Was ist geschehen? Warum fühle ich, wie ich fühle?  
Über Ziele. Konnte ich meine Ziele erreichen? Welche Ziele konnte ich noch nicht erreichen?
Über Glück. Hatte ich Glück? Fühlte ich das Glück? Oder habe ich es aus den Augen verloren?


Es sind diese und ähnliche Fragen, die ich mir jedes Mal am Ende eines Jahres stelle. 
Mein Jahr 2010 glich einem unruhigen, wilden Ozean. 
Stürmisch. Aufbrausend. Unberechenbar. 
Und ich war der Felsen, an dem sich die Wellen schlugen. Es war eine Welle von Geschehnissen, die unweigerlich auf mich zurollte. 
Zornig. Unbändig. Unaufhaltsam. 
Ich konnte nicht entkommen; nicht ausweichen. Nein, ich musste mich den Geschehnissen stellen und mit den Konsequenzen leben. Und immer wieder spürte ich das Salz auf meiner Haut. Das Salz meiner Tränen.
Wie ein Schiff auf hoher, stürmischer See, hatte auch ich Angst zu versinken. Versinken in einer Tiefe, aus der er es keinen Ausweg gibt. Eine Tiefe, die wirklich mehr als düster ist. Doch ich war wie der starke Fels in der Brandung. Ich hielt dem Kummer stand. Ich durchlebte den Sturm. Und überlebte ihn. 
Ich möchte nicht länger zurückschauen. Es ist an der Zeit, nach vorn zu schauen. 
Nun wird das Jahr in wenigen Stunden enden. Wie eine Spur im Sand wird es fortgespült und niemals wiederkehren, während das Neue bereits im Sande steht. Doch die Spuren in unseren  Herzen werden bleiben. 


Ich wünsche euch von Herzen nur das Beste für das neue Jahr!
Kommt gut hinein und feiert fröhlich und ausgelassen! (Aber nicht zu doll, meine Lieben...) ;-)

Alles Liebe,
Sandra