Loslassen.
Es tut immer weh etwas loszulassen, was einem am Herzen lag.
Das kann ein Gegenstand sein.
Ein geliebtes Kleidungsstück, welches du lange getragen hast und nun feststellst, dass es nur noch unnütz im Schrank herumliegt.
Es passt dir nicht mehr.
Das kann eine Person sein.
Einen Menschen, den du lange im Herzen getragen hast und nun feststellst, dass er sich verändert hat.
Er tut dir nicht mehr gut.
Das kann ein Gefühl sein.
Eine Freundschaft oder eine Liebe, die du lange in deinen Hoffnungen, Träumen und Gedanken getragen hast und nun feststellst, dass das Gefühl ein anderes ist.
Es macht dich nicht mehr glücklich.
Manchmal musst du dich verabschieden.
Von Gegenständen, Personen und Gefühlen.
Manchmal musst du loslassen.
Es tut weh. Meistens.
Doch Loslassen kann auch etwas Gutes sein.
Es kann dich frei machen.
Es kann dich stark machen.
Es kann dich zu einem neuen Menschen machen.
Loslassen ist gut, wenn du deinen Schrank entrümpelst und dir Platz für Neues schaffst.
Loslassen ist gut, wenn du eine Person gehen lässt, die kein Platz mehr in deinem Leben hat.
Loslassen ist gut, wenn du Gefühle begräbst, die keinen Platz mehr in deinen Träumen haben.
Loslassen.
Manchmal musst du loslassen.
So weh es auch tut, umso besser fühlst du dich hinterher.
Mach dich frei,
mach dich stark,
erfinde dich neu.
Lass los.
Es war nur ein kurzer Augenblick.
Ein winziger Moment.
Und doch veränderte er alles.
Ein flüchtiger Blick.
Ein vorsichtiges Lächeln.
Ein paar nette Worte.
Und es begann.
Wer hätte gedacht, dass etwas Großes entstehen würde?
In diesem kurzen Augenblick.
In diesem winzigen Moment.
Der alles veränderte.
Aus einem flüchtigen Blick wurde ein intensives Betrachten.
Aus einem vorsichtigen Lächeln wurde ein gemeinsames Lachen.
Aus ein paar netten Worten wurden lange Gespräche.
Und es nahm seinen Lauf.
Wer hätte gedacht, dass er so schicksalshaft sein würde?
Dieser kurze Augenblick.
Dieser winzige Moment.
Der alles veränderte.
Aus dem intensiven Betrachten entstand ein Kribbeln.
Aus dem gemeinsamen Lachen entstand Zusammengehörigkeit.
Aus den langen Gesprächen entstand eine Verbundenheit.
Und es entwickelte sich ein Gefühl.
Wer hätte gedacht, dass etwas bedeutungsvolles wachsen würde?
In diesem kurzen Augenblick.
In diesem winzigen Moment.
Der alles veränderte.
Eine feste Umarmung.
Ein erster, zaghafter Kuss.
Eine noch nie zuvor wahrgenommene Sehnsucht.
Eine prickelnde Leidenschaft.
Ganz neue Gefühle.
Tief und ehrlich.
Ich habe Kribbeln im Bauch.
Zusammengehörigkeit im Kopf.
Und Verbundenheit im Gefühl.
Wer hätte gedacht, dass Liebe entstehen würde?
In diesem kurzen Augenblick.
In diesem winzigen Moment.
Der alles veränderte.
Und nun sehe ich dich an und fühle, dass er richtig war.
Dieser kurze Augenblick, dieser winzige Moment.
War er nicht das Beste, was uns hätte passieren können?
War er nicht das, was wir uns zuvor immer erträumt hatten?
War er uns vorbestimmt oder nur Zufall?
War er unser Schicksal?
Wir wissen es nicht.
Wir wissen nur, dass wir unendlich dankbar sind.
Für diesen kurzen Augenblick,
für diesen winzigen Moment.
Der alles veränderte.
Und uns zueinander brachte.
♥
Liebe Leser, es tut mir von Herzen leid, dass es auf diesem Blog momentan so wenig zu lesen gibt.
Doch es gibt einen guten Grund dafür, denn ich befinde mich gerade mitten im Umzugsstress. Obwohl es kein großartiger Umzug ist (von einem Zimmer in das andere...) bedeutet es jede Menge Arbeit, da gleichzeitig alles renoviert, dekoriert und verschönert wird.
Natürlich bleibt das Bloggen dabei völlig auf der Strecke.
Ich freue mich aber sagen zu können, dass das Gröbste bereits geschafft ist und ich sehr bald wieder viel Zeit haben werde. Mir schwirren soviele Ideen für neue Posts im Kopf herum und freue mich schon darauf, meine Gedanken bald in aller Ruhe (und in neuer, gemütlicher Umgebung) umsetzen zu können.
Danke, dass ihr mir auch in dieser stressigen Zeit als Leser treu bleibt!
Ihr seid einfach toll!
♥
Mein Leben.
Es ist wie ein Buch, das ich in den Händen halte.
Das vergangene Kapitel.
Ich zittere, wenn ich es aufschlage.
Denn es ist nicht irgendeine Geschichte, die dort geschrieben steht.
Es ist unsere Geschichte.
Und nun sind wir angekommen. Auf der letzten Seite.
Und blicken dem Ende entgegen.
Unsere Geschichte. Keine gewöhnliche Geschichte.
So packend, so mitreißend.
So liebevoll und herzlos zugleich.
Unsere Geschichte. Keine humorvolle Geschichte.
So düster, so tränenreich.
So verzweifelt und hoffnungsvoll zugleich.
Unsere Geschichte. Keine schöne Geschichte.
So aussichtslos, so gleichgültig.
So sehnsüchtig und abwehrend zugleich.
Unsere Geschichte.
Unser Kapitel.
Unsere Vergangenheit.
Wir sind am Ende.
Am liebsten würde ich die Seiten herausreißen.
Und vergessen.
Die letzten Stunden.
Die letzten Minuten.
Die letzten Momente.
Doch sie ist bereits geschrieben, unsere Geschichte.
In dem Buch meines Lebens, dessen Seiten sich nicht korrigieren lassen.
Aber dann sind da auch noch die Seiten, die das Leben jetzt schreibt.
In dieser Stunde.
In dieser Minute.
In diesem Moment.
Es zeigt mir, dass die Vergangenheit vorüber ist.
Es zeigt mir, dass ich in der Lage sein werde, zu vergessen.
Und abzuschließen.
Mit jenem düsteren Kapitel, das sich Vergangenheit nennt.
Ich möchte umschlagen. Ich möchte nicht zurückschauen.
Er ist weg.
Doch du bist hier.
Bei mir.
Wir gehören zusammen und wollen zusammen bleiben.
Das ist das Einzige, was zählt.
In dieser Stunde.
In dieser Minute.
In diesem Moment.
Hoffnungsvoll schaue ich nun auf die Seiten, die vor mir liegen.
Unbeschrieben und leer.
Bereit gefüllt zu werden.
Mit neuen Geschichten.
Mit neuen Kapiteln.
Mit neuer Liebe.
Denn wir sind nicht am Ende.
Wir sind nur am Ende eines Kapitels.
Während wir bereits ein Neues beginnen.
Denn es hört nie auf zu erzählen, das Buch des Lebens.
Und es führt dich weiter.
Zu neuen Stunden.
Zu neuen Minuten.
Zu neuen Momenten.
Ein neues Kapitel.
Meine Prüfungen sind nun vorbei. Endlich.
Jetzt ist die Zeit gekommen, um einmal tief durchzuatmen und all den Stress, die Arbeit und die Belastungen der vergangenen Wochen hinter sich zu lassen.
Und zur Ruhe zu kommen. Das wünsche ich mir.
Ob ich es geschafft habe? Keine Ahnung.
Wisst ihr, ich werde es nie verstehen.
Ich werde nie verstehen, wie man seitenlang über eine Funktion diskutieren kann.
Ich werde nie verstehen, wie ich den Graphen richtig in das Koordinatensystem einzeichnen soll.
Ich werde nie verstehen, wozu Parabeln und Polynomdivisionen gut sind.
Ich werde nie verstehen, warum mich jede Aufgabe neu verwirrt.
Ich werde nie verstehen, wie ich den Zahlensalat in meinem Kopf entwirren kann.
Nein, die Mathematik und ich, wir werden uns nie verstehen.
Studenlang sass ich hinter meinen Büchern. Um hinterher doch wieder das Gefühl zu haben, rein gar nichts behalten und verstanden zu haben.
Doch dafür habe ich etwas anderes verstanden.
Ich habe verstanden, dass Versagen keine Schande ist.
Nur die Furcht davor.
Ich habe verstanden, dass es nicht das Ende der Welt bedeutet, etwas nicht gut zu können.
Es könnte höchstes der Anfang für etwas Neues sein.
Ich habe verstanden, dass ich mit meinen Problemen und Sorgen nicht allein bin.
Denn wir sind zusammen. Ein Team.
Ich habe verstanden, dass man gegen eigene Schwächen und Niederlagen kämpfen kann.
Sie aber auch akzeptieren sollte.
Ich habe verstanden, dass es immer wieder neue Wege gibt.
Sollten sich vorgenommene Wege und Ziele als falsch erweisen.
Ich habe verstanden, dass mit Liebe und Geduld vieles möglich ist.
Vielleicht auch alles.
Ich habe verstanden, dass die Menschen in meinem Leben für mich da sind.
Auch wenn's gerade stürmt.
Ich habe verstanden, dass Jammern, Schreien und Weinen keine Lösung sind.
Höchstens ein Ventil.
Ich habe verstanden, dass ich keine Angst haben muss.
Weil sie mir die Sicht auf das Wesentliche versperrt.
Ich habe verstanden, dass man nur sein Bestes geben kann.
Aber nicht die Beste sein muss.
Ich habe verstanden, dass die Dinge so kommen werden, wie sie kommen sollen.
Weil alles seinen Grund hat.
Ich habe verstanden, dass mathematische Funktionen nicht alles sind.
Weil ich Werte wie Zusammenhalt, Verständnis und Freundschaft erfahren habe.
Ich lächelte.
Doch in Wirklichkeit
spürte ich, dass das Ende naht.
Unaufhaltsam.
Unweigerlich.
Rollte es auf uns zu.
Ich lächelte.
Doch in Wirklichkeit
wusste ich, dass ich gehen muss.
Heute Abend.
Gleich.
Sofort.
Für immer.
Ich lächelte.
Doch in Wirklichkeit
fühlte ich, dass alles zerbrochen ist.
Meine Geduld.
Mein Vertrauen.
Meine Liebe.
Ich lächelte.
Doch in Wirklichkeit
kämpfte ich gegen die Tränen.
So salzig.
So bitter.
So ehrlich.
Ich musste gehen.
Ich hatte keine andere Wahl.
Und so schlug ich die Tür hinter mir zu
und ging.
Für heute.
Für morgen.
Für immer.
Du hast mich im Stich gelassen
Einmal. Zweimal. Zu oft.
Und so gehe ich diesen Weg alleine weiter.
Ich lächelte.
Doch in Wirklichkeit
brach es mir das Herz.
Heute wirst du sehen, wie die Sonne aufgeht.
Und mit ihr deine Zuversicht.
Die Hoffnung wärmt dein Herz.
Und alles ist vergessen.
Heute wirst du hören, wie die Vögel singen.
Und mit ihnen deine Fröhlichkeit.
Eine süsse Melodie in deinem Herzen.
Und alles ist vergessen.
Heute wirst du riechen, wie die Blumen duften.
Und mit ihnen blühen deine Träume auf.
Längst vergessene Sehnsüchte erwachen in voller Kraft.
Und alles ist vergessen.
Heute wirst du spüren, wie die Nachtluft schmeckt.
Und mit ihr werdet ihr im Mondschein tanzen.
Deine Augen funkeln den Sternen entgegen in dieser klaren Nacht.
Und alles ist vergessen.
Heute wirst du fühlen, wie Gefühle tanzen.
Und mit ihnen schlägt dein Glück Purzelbäume.
Verliebtheit macht sich in deinem Herzen breit.
Und alles ist vergessen.
Das Glück hat dich überrascht. Es hat dich überrollt. Wie ein kräftiger Windstoß trat es in dein Leben und wirbelte alles durcheinander.
Doch die Vergangenheit holt dich ein. Sie nagt noch immer an deinem Herzen. Mit einer gewaltigen Wucht, meldet sie sich zurück. Dunkel und kalt winkt sie dir zu und stößt zurück in deine Gegenwart.
Du willst es verhindern. Du willst es so sehr.
Doch du kannst nichts tun.
Du kannst nur dabei zuschauen, wie die Sonne untergeht.
Und mit ihr deine Zuversicht.
Du kannst nur lauschen, wie die Vögel verstummen.
Und mit ihnen deine Fröhlichkeit.
Du kannst nur riechen, wie die Blumen verwelken,
und mit ihnen deine Träume.
Du kannst nur vermuten, wie die Nachtluft schmeckt.
Und mit ihr die Sterne am Himmel verglühen.
Du kannst nur noch davon träumen, wie Gefühle tanzen.
Und mit ihnen dein Herz.
Und während du durch die kühle Nacht läufst,
vermischt sich der Regen mit deinen Tränen.
Erinnerungen werden wach.
Alte Gefühle wieder lebendig.
Längst vergangene Tage werden zu deiner Gegenwart.
Und in diesem Moment spürst du ganz genau:
ER war nie vergessen.
Deine Liebe war nie vergessen.
Eure Leidenschaft war nie vergessen.
Deine Sehnsucht war nie vergessen.
Dein Schmerz war nie vergessen.
Nichts war vergessen.
Nichts ist vergessen.
Niemals.